A1NEU: Vorwort
| Veranstaltung: | Weitergehen, wo Andere stillstehen |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Verfahrensvorschlag: | Abstimmung |
| Angelegt: | 22.05.2020, 13:28 |
| Antragshistorie: | Version 1(22.05.2020) Version 1(17.06.2020) |
| Veranstaltung: | Weitergehen, wo Andere stillstehen |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Kreisvorstand |
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Verfahrensvorschlag: | Abstimmung |
| Angelegt: | 22.05.2020, 13:28 |
| Antragshistorie: | Version 1(22.05.2020) Version 1(17.06.2020) Version 1 |
Liebe Duisburger*innen,
die Corona-Krise hat uns nach wie vor fest im Griff und stellt uns alle vor
enorme Herausforderungen. Ohne große Vorbereitung musste im März 2020 das
öffentliche Leben weitestgehend runtergefahren werden. Trotzdem konnte nicht
verhindert werden, dass sich viele Menschen mit dem Virus infizierten. In diesen
Zeiten eine Kommunalwahl zu planen und einen Wahlkampf vorzubereiten, der unsere
grünen Ideen für das Duisburg von Morgen vermittelt und den Austausch mit euch
und Ihnen, den Duisburger*innen, ermöglicht, ist eine Herausforderung. Trotzdem,
oder gerade deswegen, sind wir bis in die Haarspitzen motiviert! Denn eines ist
klar: Eine starke Kommune, eine starke Stadt Duisburg, wird gebraucht - ob in
der Bewältigung der Corona- oder Klimakrise – oder wenn es darum geht, für die
Bürger*innen unserer Stadt im Alltagsleben da zu sein. Zukunft entscheidet sich
hier!
Dass wir im internationalen Vergleich gut durch diese Krise kommen, verdanken
wir dem großartigen Einsatz der vielen Krankenpfleger*innen, Ärztinnen und
Ärzte, den Koordinierungsanstrengungen der Stadtverwaltung und allen anderen,
die sich in dieser Zeit aufgerieben haben. In der Krise zeigt sich, worauf es
ankommt: Solidarität, Gemeinsinn und ein gut ausgestattetes Gemeinwesen, das dem
freien Spiel des Marktes entzogen ist.
Doch mit Blick nach vorne auf die Zeit nach dieser Krise ist uns allen klar: Die
Krise trifft uns alle, aber sie trifft nicht alle gleichermaßen. Soziale
Schieflagen verstärken sich, die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer, die
gesellschaftliche Spaltung nimmt zu. Die Herausforderungen, vor denen Duisburg
vor der Krise stand, sind nicht kleiner, sondern größer geworden. Viele Menschen
werden trotz der Unterstützungsprogramme ihre Arbeit verlieren, denn der größte
Teil der Wirtschaft muss große Einbußen erleiden. Wer vorher auf Unterstützung
angewiesen war, ist es jetzt erst Recht. Und nicht zuletzt schreiten
Menschheitsbedrohungen wie die Klimakrise und der Verlust der Artenvielfalt
weiter ungebremst voran.
Unsere Stadt braucht daher dringend Lösungen für die drängenden Fragen:
Wir Grüne wollen unsere großartige Stadt gestalten, mit den Duisburger*innen im
Mittelpunkt unserer Gedanken.
Wir sind überzeugt, dass unsere Stadt ein riesiges Potenzial hat. Wir glauben,
dass vieles in Duisburg auch anders gehen kann. Dass wir Bäume schützen und neu
pflanzen können, statt sie gnadenlos abzuholzen. Dass die Klimakrise nicht
besiegt ist, sondern gerade erst richtig losgeht. Und dass wir als Stadt eine
Verantwortung haben, in der Bekämpfung dieser Krise unseren Beitrag zu leisten.
Wir können diese Herausforderung meistern, indem wir Wirtschaft UND Umwelt
zusammenbringen. Arbeitsplätze UND Erneuerung. Darin liegt die Chance, gestärkt
aus der Krise hervorzugehen. Gemeinsam gehen wir’s an: ökologisch, sozial,
feministisch, antifaschistisch, gerecht.
Im Mittelpunkt unserer grünen Politik steht der Mensch in seiner Würde und
Freiheit. Duisburg ist eine Stadt, die von ihrer Vielfalt lebt. Wir sind reich
an Menschen mit Ideen und Geschichten, die nur darauf warten, ihre Chancen zu
ergreifen. Wir wollen dabei alle mitnehmen und niemanden zurücklassen. Eine
solidarische Stadt, in der wir Armut gemeinsam bekämpfen und das Wohlergehen
Aller sichern – das ist der Kern unserer Politik.
Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir gemeinsam stärker sind. Wenn wir
uns organisieren, sei es in Nachbarschaftsinitiativen, Vereinen, losen Gruppen
oder auch nur mit einigen Freund*innen. Sie hat auch gezeigt, dass wir in
Krisenzeiten auf unsere Solidarität bauen müssen und nicht auf Hass und
Ausgrenzung. Wir wollen diesen Geist erhalten und die Menschen fördern, die sich
weiter für eine offene Gesellschaft einsetzen. Die Räume brauchen, Geld oder
manchmal auch nur ein offenes Ohr in der Stadtpolitik. Und wir werden diejenigen
aufhalten, die unsere offene Gesellschaft, unsere Demokratie und den Rechtsstaat
zerstören wollen.
Wir Grüne bewerben uns um euer Vertrauen. Auf den nächsten Seiten wollen wir
Ihnen euch deshalb unsere konkreten Projekte präsentieren, die unsere Politik
greifbar machen. Wir wollen nicht länger zuschauen, dafür haben wir zu viele
Ideen und den Willen, unsere Zukunft zu gestalten. Und wir wollen nicht länger
warten, denn dafür bleibt uns keine Zeit mehr. Wir bewerben uns um in der Stadt
Verantwortung zu übernehmen und freuen uns, ihr dabei seid und uns am 13.
September bei der Kommunalwahl alle Stimmen gebt.
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